Ehrenamtspreis für Thomas Redbrake

Im Dezember 2017 gab der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen bekannt, dass Thomas Redbrake vom TSV Handorf „für herausragende Dienste um den Vereinssport“ den Ehrenamtspreis 2017 des DFB für den Kreis Münster erhält. Am 18.1.2018 überreichte Kreisvorsitzender Norbert Reisener (FLVW) in Rinkerode die erste Urkunde. Mitte Mai folgt für Redbrake und Preisträger aus anderen Landesverbänden in Berlin die DFB-Preisverleihung.

Seine ersten Worte: „Hier wird ein Zahnrad hervorgehoben aber es geht nur mit allen!“ Ein typischer Redbrake-Satz.

Der 51-jährige Koordinator im Juniorenfußball hat kaum Erinnerung an ein Leben in Handorf ohne den TSV (Eintritt bei Einzug in Handorf 1974): „Wir zogen nach Handorf und von da an waren mein Bruder und ich eigentlich täglich auf der Sportanlage beim Kicken,“ erinnert sich der Vater von drei Söhnen, die allesamt ähnlich veranlagt sind. Sehr zur Freude des Vaters. Kleiner Unterschied: „Früher haben wir uns nicht groß verabredet. Man traf sich nachmittags zum Kicken. Einfach so.“ Heute gibt es WhatsApp-Gruppen, in denen der Koordinator im Ehrenamt mühsam nach Terminen für  seine voll verplanten Junioren suchen muss. Dass er selbst einen vollen Terminkalender hat, macht es nicht leichter.

Ehefrau Heike teilt Redbrakes Leidenschaft für den Fußball. Gottseidank, denn mit drei Jungs im Spielbetrieb geht einiges an Lebenszeit für Fahrten zu Auswärtsspielen drauf. Redbrake: „Da musst du durch. Das kenne ich so von meinem Vater, der hat uns auch überall hingefahren. Jedes Wochenende.“ Dass immer dieselben Eltern hinterm Steuer sitzen, den Nachwuchs der anderen mitchauffieren, darüber will er nicht mehr nachdenken. „Wozu? Das bringt nichts, ist eben so.“ Für Redbrake, der sich seit 2006 im Juniorenfußball engagiert – u.a. als Trainer, Turnierorganisator, Planer und Betreuer – ist anderes wichtig. „Im Sportverein lernen junge Leute, sich zu behaupten, ihrem Ehrgeiz nachzugehen und gleichzeitig soziale Kompetenzen, Fähigkeiten wie Fairplay und Rücksichtnahme.“ Darum geht‘s: Er will ihnen viel zutrauen und zusehen wie sie es – früher oder später – hinbekommen. Und er sagt auch gleich, was er gar nicht mag: „Dressierte Pudel!“

Überhaupt, der Nachwuchs. Für den dreifachen Vater ist die Sache ziemlich klar: „Die fordern uns ganz schön heraus. Aber sie sind auch das Wertvollste, was wir haben!“ Ihnen gilt sein jahrzehntelanger Einsatz. Dabei entstehen dauerhafte Freundschaften mit denen, die genauso für den Sport im Verein brennen. „Mit Thomas zusammenarbeiten, das geht total gut, der hat keine Profilneurose, steht mit beiden Beinen auf dem Boden!“ sagt Norbert Bloß, ebenfalls ein langjährig Engagierter im TSV. Frank Koziak, einst Koordinator der Juniorenabteilung und selbst ehemaliger Preisträger, dankt dem Freund im Stillen dafür, dass er nicht mehr nächtelang Saisonpläne eingeben und Turnierzeiten koordinieren muss, jedenfalls nicht mehr so oft. In einem Punkt widerspricht der TSV-Vorsitzende Martin Heep Redbrake in seiner Laudatio: „Ohne dich, Thomas, würde das Räderwerk TSV nicht laufen!“

Regina Robert

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